Beinahe Wildunfall
Eigentlich waren 50 km/h auf der Straße durch den Wald erlaubt. Es war nur ein komisches Gefühl, dass ich mein Tempo zurückgenommen habe. Wissen konnte ich nicht, dass gleich drei Rehe die Straße überqueren würden. Am Vormittag um 10.30 Uhr rechnet man wirklich nicht mit Wildwechsel. Das war gestern. Es ist nichts passiert, nur einen Riesenschreck habe ich bekommen und die Nerven haben geflattert.
Autofahrer aufgepasst! Im Spätsommer ist Wildbrunftzeit! Jetzt laufen die Hormone bei Hirschen und Rehen auf Hochtouren, ich vermute, auch bei anderem Wild. Wir Menschen wissen das selbst von uns, wenn´s Blut in die Hose sinkt (steigt?), ist das Gehirn unterversorgt und der Denkapparat vernebelt.
Ich habe dann nachgelesen, was man tun soll, wenn ein Wildunfall geschehen ist.
Unbedingt die Polizei benachrichtigen, auch wenn das Tier nach dem Unfall im Wald verschwindet. Sollte es tot sein, darf man es nicht einfach einpacken für den Sonntagsbraten. Das ist Wilderei! Ausserdem weisst Du ja nicht, ob das Tier gesund war. Für die Versicherung muss der Schaden am Fahrzeug dokumentiert werden.
Ganz schön viele Wildunfälle gibt es, jährlich 200.000 bis 250.000 in Deutschland. Meistens enden sie ohne Personenschaden. Für die Tiere sieht es düsterer aus.